Verbandsgemeindeturnier 2010 des TC Kirrweiler – Zweiter Titel für Christian Plöhn


Das 3. Verbandsgemeindeturnier der Verbandsgemeinde Maikammer fand vom 17. bis 19. September 2010 auf der Anlage des Tennisclub Kirrweiler statt. Die an allen drei Tagen zahlreich erschienenen Zuschauer konnten bei sonnigem Wetter zum Teil hochklassige Matches verfolgen. Am Freitagabend wurde die Qualifikation gespielt und brachte nur eine Überraschung hervor: Markus Kiefer rang seinen gut 20 Jahre jüngeren Gegner Felix Graf nach drei langen Sätzen nieder. Mit Jens Mayer und Christoph Wieland zogen die Favoriten in die Hauptrunde ein, während Ramon Schreieck sich gegen Uli Anslinger knapp in drei Sätzen durchsetzte.

In der am frühen Samstagmorgen beginnenden Hauptrunde konnte Württemberg-Legionär Tobias Langenecker mit einer starken Auftaktleistung Martin Utech in zwei Sätzen 6:4 6:1 schlagen. Timo Brieskorn kam gegen den zwei Leistungsklassen besseren Patrick Seiler nach durchaus kuriosem Matchverlauf durch ein 6:0 5:7 6:2 weiter. Für die Qualifikanten war bis auf Jens Mayer, der von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners Jens Braun (Nr. 3 der Setzliste) profitierte, in der Hauptrunde Schluss. Wieland und Schreieck standen in ihren Matches gegen Moritz Kirsch (Nr. 4 der Setzliste) und Christopher Kalweit deutlich auf verlorenem Posten. Einzig und allein Markus Kiefer machte es seinem Sohn Marco überraschenderweise ziemlich schwer; am Ende konnte Marco aber die eigene Fehlerquote entscheidend zurückschrauben und gewann dann doch mit 6:3 3:6 6:0.

Im anschließenden Viertelfinale griffen die beiden Topgesetzten, Christian Plöhn (Sieger von 2008) und Patrick Woidy (Titelverteidiger) erstmals ins Geschehen ein. Woidy mühte sich gegen einen stark aufspielenden Kalweit schwer, schaffte es aber dennoch, in der Endphase der Sätze die wichtigen Punkte zu machen und setzte sich mit 6:4 7:5 knapp durch. Plöhn hatte ebenfalls erhebliche Anlaufschwierigkeiten und lag schnell mit 1:4 gegen Brieskorn hinten, ehe er in sein druckvolles Spiel fand und das Match drehen und mit 6:4 6:2 für sich entscheiden konnte. Kiefer hingegen zeigte sich gut erholt und konzentriert und schaltete Mayer glatt mit 6:2 6:1 aus. Die zweite große Überraschung des Turniers schaffte Langenecker in seiner Partie gegen Kirsch. Nachdem sich der Favorit den ersten Satz mit 6:4 holte, drehte Langenecker auf und lag schnell 5:0 vorne, bis eine Blase an der Hand seinen Spielfluss unterbrach. Trotz einiger Behandlungspausen rettete er sich mit 6:4 in den entscheidenden dritten Satz, in dem er zu seiner guten Form zurückfand und diesen mit 6:3 für sich entscheiden konnte.

Im Rahmen der Halbfinalspiele kam es am Sonntagmorgen zur Neuauflage des Finales aus dem letzten Jahr. Damals setzte sich Woidy relativ ungefährdet gegen Kiefer durch. 2010 hieß es nun 6:3 6:3 für Kiefer, der sich an diesem Tag in allen Belangen druckvoller und sicherer zeigte. Im zweiten Halbfinale beendete Plöhn den Siegeszug von Langenecker, indem er sich weitaus fokussierter als am Vortag präsentierte und hauptsächlich seinen Gegner die Fehler machen ließ – 6:2 6:3 lautete das Endergebnis.

Vor dem abschließenden Finale lieferten sich Patrick Seiler und Martin Utech im Spiel um den Sieg in der Nebenrunde ein spannendes Match. Seiler setzte sich zwar mit 6:2 1:6 6:4 durch, konnte sich aber bis zum Schluss nie seines Sieges sicher sein, da es Utech immer wieder gelang, in brenzligen Situationen sein bestes Tennis zu zeigen.

Im Finale des Verbandsgemeindeturniers 2010 gelang dann Christian Plöhn gegen Marco Kiefer die Revanche für die Halbfinalniederlage vor einem Jahr an selber Stelle. Er zeigte eine durchweg sehr konzentrierte Leistung und schaffte es, seine Fehlerquote konstant gering zu halten. Kiefer konnte zwar vor allem die temporeichen Ballwechsel gut mitgehen und damit auch Punktgewinne erzielen; es unterliefen ihm aber in der Betrachtung des gesamten Matches gesehen zu viele einfache Fehler. Insbesondere dank seines variablen Aufschlages konnte Plöhn eine Vielzahl leichter Punkte verbuchen, darüber hinaus führte vor allem seine variablere Spielführung zum Erfolg. Die auf einem hohen spielerischen Niveau geführte Partie endete schließlich 6:3 6:1, womit sich Plöhn zum zweiten Mal nach 2008 in die Siegerliste eintragen konnte. Zuschauer und Spieler feierten danach einen gemütlichen Turnierabschluss bei Grill und Lagerfeuer.